Hashimoto

Hierbei handelt es sich um eine Autoimmunentzündung, also eine durch das eigene Immunsystem hervorgerufene meist chronisch verlaufende Entzündung der Schilddrüse. Die Ursache ist bis heute nicht vollständig geklärt. Tatsache ist, dass Frauen häufiger betroffen sind, es eine genetische also familiäre Veranlagung gibt und weitere Autoimmunentzündungen, wie z.B. die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus Typ 1 hinzutreten können. Den exotischen Namen verdankt die Erkrankung ihrem japanischen Entdecker Hakaru Hashimoto.

Im Frühstadium kann es zu einer Schwellung der Schilddrüse und gelegentlich auch den Nachweis erhöhter Schilddrüsenhormonwerte im Blut kommen. Im Verlauf kommt es als Folge der Gewebeentzündung zu einer Schrumpfung der Schilddrüse mit verminderter Hormonproduktion, einer Schilddrüsenunterfunktion, auch Hypothyreose genannt. Da Schilddrüsenhormone auf nahezu alle Stoffwechselfunktionen einen regulierenden Einfluss ausüben, kann sich ein Mangel auf vielfältige Art äußern. Typische Symptome sind Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, Haarausfall, spröde Nägel und trockene Haut sowie depressive Verstimmungen. Bei Frauen kann es zudem zu Zyklusstörungen bis hin zu Fertilitätsstörungen und dadurch unerfülltem Kinderwunsch kommen.

Die Diagnose der Autoimmunentzündung kann anhand einer Blutprobe durch den Nachweis typischer Schilddrüsen-Antikörper (TPO-AK) sowie mittels einer Ultraschalluntersuchung mit Nachweis typischer Gewebeveränderungen gesichert werden. Die Schilddrüsenunterfunktion lässt sich durch einen erhöhten TSH-Wert und bei starker Ausprägung zusätzlich verringerten freien Schilddrüsenhormonen (fT3 und fT4) sicherstellen.

Die Therapie zielt auf den bedarfsgerechten Ausgleich des Mangels an Schilddrüsenhormon mittels einer täglich einzunehmenden Schilddrüsenhormon-Tablette. Kontrolliert wird der Therapieerfolg durch Abfrage der Symptome und Messung des TSH-Wertes. Da es sich um eine chronische Erkrankung handelt, kann es im Verlauf zur Notwendigkeit wiederholter Dosissteigerungen der Schilddrüsenhormon-Tablette kommen. Der Bedarf an Schilddrüsenhormon ist individuell völlig unterschiedlich, so muss in der Schwangerschaft fast immer mit einem höheren Bedarf gerechnet werden, im Alter hingegen sinkt der Bedarf. Eine Heilung der Schilddrüsenentzündung selbst ist bisher nicht möglich.

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Dr. med. habil. FRANK HERRMANN
Facharzt für Innere Medizin
Endokrinologe
Osteologe DVO

PD Dr. med. habil. STEFAN KARGER
Facharzt für Innere Medizin
Endokrinologe
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